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Die "heilige" Fahne

 

Nach dem unerwarteten Erfolg in Damp dachte sich ein ganz besonderer Fan, dass jedes erfolgreiche Team wenigstens eine Fahne braucht. Gleich in der darauf folgenden Woche wurde im Internet recherchiert, welchen Anbieter es gibt und welche Kosten auf uns zu kommen. Da unserer Jahresbudget längst schon überschritten war, musste eine kostengünstige Alternative her.

So begann Steph sich tierisch viel Gedanken zu machen. Die Ausgangsvoraussetzungen lagen fest:

  • Grundfarbe gelb,

  • Logo auch klar,

  • Größe auch klar,

  • Material unklar,

  • Handhabung einer Nähmaschine unklar,

  • Befestigungsart an dem Fahnenmast unklar.

Aber eines war sicher. Steph will diese Fahne!

Erstellen des Prototyps:

Nach einigen Überlegungen besorgte sich Steph

  • ein weißes Bettlaken von IKEA©,

  • gelbes Färbemittel,

  • ein Skalpell,

  • gelbes Nähgarn,

  • die Nähmaschine von Mutti,

  • eine DIN A1 Kopiervorlage des Logos

  • und ein Stück dicke Pappe

  • Stecknadeln,

  • Alleskleber,

  • grüne Sprühfarbe

  • und noch jede Menge Kleinkram.

Alles war soweit gut durchdacht. Steph hatte alles, was er für seine Idee brauchte. Auch die mentale Unterstützung durfte nicht fehlen. Falls die Vorstellung nicht mit dem Endergebnis übereinstimmt, konnte wenigstens Moneike als Frustablassstelle benutzt werden. Aber nur bei eintretendem Notfall.

Die Schritte zur Vollendung der Idee:

  • Weißes Bettlaken gelb färben.

  • Diesen gelben Stoff nun trocken.

  • In der Zwischenzeit nimmt man sich die Kopiervorlage, das Skalpell, Alleskleber und die Pappe.

  • Kopiervorlage auf Pappe kleben und mit dem Skalpell vorsichtig das Logo ausschneiden.

  • Nach etwa 2 ½ Stunden ist die Vorlage für das inzwischen trockene Laken bereit...

Notfall: Frustrationsphase 1

In den 2 ½ Stunden, kam dann doch der Notfall; die Frustrationsphase 1:
Fummelarbeit mit viel Geduld ist nicht jedermanns Sache. Aussagen wie: „Die wird nicht gut genug. Ach ich hab keine Lust mehr. Ich geh mal schnell Essen besorgen!“
Ja lieber Steph, ein Frauenteam glücklich zu machen ist nicht einfach, aber dein Ergeiz war großartig. Es stellte sich aber heraus, dass es nicht bei der einzigen Frustrationsphase bleibt, dazu später mehr.

Bevor nun die Schablone mit den Stecknadeln auf das Laken gepinnt werde sollte, wollte Steph mir beweisen, dass er in Textiles Gestalten eine 2 damals in der Schule hatte. Der Umgang mit der Nähmaschine war eine Augenweide. Hat er alles von Mutti gelernt, da war er fünf. Jedenfalls seine Aussage.

Doch die Nähmaschine kannte da kein Erbarmen mit dem Fahnenentwickler. Ständig riss oder klemmte sich das Garn ein, statt doppelt zog es vierfach ein und so weiter.

Notfall: Frustrationsphase 2

Zweite Frustrationsphase: Bettlaken wird geknüllt und in die Tüte zurückgestopft, sämtliches Zubehör wurde mit dem sehr knappen Kommentar "Sieht aus wie Kinderkacke!" zusammengeknüllt und in der dunkelsten Ecke des Zimmers versteckt.
Nach 20 Minuten war ich sehr froh Steph wieder atmen zu hören. Es war nicht gerade ein Spaß und die Überzeugungsarbeit von mir zog auch nicht unbedingt.

Vorhaben Prototyp gescheitert. Weitere Entwicklungsarbeit war notwendig!

Das fertige Modell

Noch am gleichen Abend stand fest, es muss eine Alternative her. Es muss doch eine gelbe vorgefertigte Fahne aus Nylon käuflich zu erwerben sein. Dumm nur, daß man nicht schon vorher auf die Idee gekommen ist.
Gesagt, getan. Am nächsten Morgen fuhr Steph zu Fahnen Fleck© und kaufte eine gelbe Fahne ohne Aufdruck.

Die bereits zuvor gefertigte Schablone des Curling Team Logos war ja Gott sei Dank schon fertig.  Wie sollte nun die Schablone am besten auf der Fahne befestigt werden? Mit Stecknadeln! Also schnell Stecknadeln organisiert und auf einem Stück Pappe einen Probeabdruck aufsprühen. Dieser stellte sich leider als wenig zufriedenstellend heraus. Das Logo sah unscharf aus und die billige grüne Sprühfarbe aus dem Baumarkt war nicht deckend.
Also hatte Steph eine weitere Idee. Er klebte die Schablone mit Photoklebeecken auf den Fahnenstoff. Dies dauerte auf Grund der Komplexität des Logos über eine Stunde. Glücklicherweise hatte Steph noch blaue Modellsprühfarbe zu hause, die sich nun bewähren sollte. (Jetzt wissen wir auch warum die Fahne gelb - blau und nicht gelb - grün ist.)

Endlich ging alles glatt. Das Logo wurde in mehreren Lagen auf die Fahne gesprüht. Trocknen lassen, an den Fahnenmast binden, fertig...

...und was basteln wir für die nächste Saison? (Moneike)